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ISA Server 2004 als reinen Webproxyserver konfigurierenDie Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
Bei der Installation des ISA Server 2000 musste man sich entscheiden, welchen Betriebsmode man verwenden möchte. Eine Änderung konnte nur durch Neuinstallation erfolgen. Wollte man den ISA Server nur als Webcacheserver verwenden (um seine Stärken im Caching auszunutzen) und auf die Firewallfunktionalitäten verzichten, musste man den Cachemodus auswählen. In der Regel befindet sich dabei eine weitere Firewall an der äußeren Schnittstelle des Netzwerks zur Verbindung des Firmennetzwerks mit dem Internet. In diesem Szenario mit einem Adapter fungiert ISA Server normalerweise als Cacheserver, auf dem die Inhalte aus dem Internet zwischengespeichert und für Clients im Firmennetzwerk bereitgestellt werden. Wer den ISA Server 2004 schon mal installiert hat, wird feststellen, dass es keine Abfrage mehr gibt, in welchem Modus er installiert werden soll. Soll das heißen, dass der 2004er das nicht mehr unterstützt?
Bei Anwendung der Einzelnetzwerkadapter-Netzwerkvorlage wird das interne Netzwerk so konfiguriert, dass es alle IP-Adressen enthält. Die Firewallrichtlinie "Standardwebproxy- und -zwischenspeicherkonfiguration verwenden" wird angewendet. Diese Richtlinie gestattet Webproxyclients den Zugriff auf Webinhalte im Internet und erhöht die Webleistung durch Zwischenspeicherung. Es werden jedoch keine Regeln erstellt. Eine der grundlegenden Funktionen von ISA Server besteht darin, mehrere
Netzwerke miteinander verbinden zu können. Wenn ISA Server auf einem Computer
mit einem Adapter installiert ist, wird allerdings nur ein Netzwerk erkannt: das
interne Netzwerk. Das interne Netzwerk umfasst alle IP-Adressen mit Ausnahme der
folgenden: 0.0.0.0, 255.255.255.255 und den Adressbereich
127.0.0.0–127.255.255.255. Bei der Einrichtung des Netzwerkes müssen Sie die
Adressen festlegen, die im internen Netzwerk enthalten sein sollen. Wenn Sie ISA
Server auf einem Computer mit nur einem Netzwerkadapter installieren, muss
sichergestellt werden, dass alle Adressen (mit Ausnahme von 0.0.0.0,
255.255.255.255 und des Adressbereichs 127.0.0.0–127.255.255.255) in das interne
Netzwerk aufgenommen werden.
Daraus ergibt sich eine eingeschränkte Sicherheitsfunktion von ISA Server in
Ihrem Netzwerk. Um die Netzwerkvorlage einmalig einzurichten oder zu ändern gehen Sie in der ISA Managementkonsole auf den Knoten "Netzwerke" und wählen in der Taskbar rechts unter Vorlagen die "Einzelner Netzwerkadapter"-Vorlage aus. Wie nicht anders zu erwarten war, führt ein Assistent durch die notwendigen Konfigurationsschritte: Egal, ob der ISA soeben frisch aufgesetzt wurde oder nicht, empfehle ich dringend, an dieser Stelle die aktuelle Konfiguration zu exportieren. Schade, dass Microsoft hier keine Zwangsexportfunktion eingebaut hat. Hier schlägt der Assistent vor, die im Eingangstext oben beschriebenen Adressbereiche zu verwenden. Anschließend richtet der ISA noch eine Defaultfirewallrichtlnie ein, die sicherstellt, dass sämtlicher Verkehr gesperrt wird. Nach Beendigung der Netzwerkkonfiguration müssen dann entsprechende Zulassungsregel erstellt werden. Abschließend wieder die gewohnte Zusammenfassung: Bevor die Änderung wirksam wird, muss wie gewohnt erst der "Übernehmen"-Knopf gedrückt werden:
Das Netzwerkmodell hat sich wie folgt geändert:
Stand: Friday, 28. August 2009/DR. |
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