ISA Server Clients - Teil 2: Der
Firewall Client
- Von Marc
Grote
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
- Microsoft ISA Server 2004
Das Kapitel über die vom ISA Server unterstützen Clients teilt sich in drei
Artikel auf:
Einleitung
Dieser Artikel beschreibt die Funktionsweise des Microsoft
ISA Server 2004 Firewall Client und dessen Konfiguration.
Ein Firewallclient
im Microsoft Jargon ist ein Computer, auf dem die
Firewallclientsoftware installiert und aktiviert ist. Auf dem
Firewallclientcomputer wird eine Winsock-Anwendung ausgeführt, die den
Microsoft-Firewalldienst von ISA Server 2004 verwendet.
Wie
funktioniert der Firewall Client
Beim Installieren eines Firewallclients
auf dem Clientcomputer werden nicht die einzelnen Winsock-Anwendungen konfiguriert.
Stattdessen wird ein gemeinsames Winsock genutzt, der auch von
den anderen Anwendungen verwendet wird. Der Firewallclient fängt anschließend
die Aufrufe der Anwendungen ab und ermittelt, ob die Anforderung an den ISA
Server-Computer weitergeleitet wird.
Sie können festlegen, ob für das jeweilige Netzwerk (welches Sie am ISA Server
konfiguriert haben) die Firewallclientunterstützung aktiviert werden soll. Bei aktivierter
Firewallclientunterstützung nimmt der ISA Server 2004 eingehende Anforderungen an Port
1745 entgegen. Wenn ein Firewallclient über eine Winsock-Anwendung
ein Objekt von einem Computer anfordert, überprüft der Client, ob der
betreffende Computer als lokaler Computer eingestuft ist. Eine Adresse gilt als
lokal, wenn sie im Adressbereich des jeweiligen Netzwerks enthalten ist.
Ist der anzurufende Server/Computer nicht lokal, wird die Anforderung an den Firewalldienst gesendet. Der Firewalldienst verarbeitet die Anforderung und
leitet diese (basierend auf den Firewallrichtlinien) an das entsprechende Ziel weiter. Die Firewallclientsoftware kann,
ebenfalls wie der Webproxy Client (allerdings nur für HTTP/HTTPS/FTP), Windows-Benutzerinformationen, die für
Authentifizierungszwecke benötigt werden, an den ISA Server-Computer senden. Der FW-Client ist der einzige Client, welcher eine Benutzerauthentifizierung für
jedes Protokoll unterstützt und ohne einen Anwendungsfilter komplexe Protokolle
und sekundäre Verbindungen unterstützt.
Für eine
wesentlich technischere Übersicht über den ISA Server Firewall Client, lesen Sie folgenden
Artikel.
Was ist Winsock
Winsock ist die Kurzform für Windows Socket. Dabei handelt es sich um eine
API (Application Programming Interface), die Windows-Programmen über das TCP/IP-Netzwerkprotokoll
die Kommunikation mit anderen Computern ermöglicht.
Allgemeines
Die ISA Server-Clientinstallationsdateien befinden sich normalerweise in einem
Ordner auf dem ISA Server-Computer mit dem Freigabenamen ISA_Servername/MSPClnt.
Das muss seit ISA Server 2004 aber nicht mehr sein. Sie können die FW-Client
Installationsfreigabe auch auf einem anderen Server zur Verfügung stellen.
Die Firewallclientsoftware darf nicht auf dem ISA Server-Computer installiert
werden.
Bei der Installation wird die Firewallclientanwendung aktiviert.
Die Firewallclientsoftware kann auf Clientcomputern unter folgenden
Betriebssystemen installiert werden:
-
Microsoft Windows Server 2003
-
Windows
2000 Server
-
Windows XP
-
Windows Millennium Edition
-
Windows NT 4.0.
-
Windows 98
SE (wenn IE ab Version 5 installiert ist)
Clientcomputer können auf die Firewallclientfreigabe zugreifen, wenn die
Systemrichtlinien-Konfiguration Firewallclient -
Firewallclientinstallation für Firewallclient
aktiviert ist. Diese Konfiguration wird standardmäßig bei der
Installation der Firewallclientfreigabe aktiviert.

Aktivierung
des Servers für die Firewall Client Verwendung
Starten Sie
die ISA Server Verwaltungskonsole, navigieren Sie zu Konfiguration -
Netzwerke - und dann in die Eigenschaften des Netzwerkobjektes Intern
im Reiter Netzwerke. Klicken Sie dort den Reiter Firewallclient an
und nehmen Sie die notwendigen Einstellungen vor.

Im Bereich
Webbrowserkonfiguration auf dem Firewallclientcomputer können Sie ein
automatisches Konfigurationsskript angeben. Hier ist die Angabe einer .INS
Datei des IEAK (Internet Explorer Administration Kit) möglich, mit welchem
weitere Einstellungen konfiguriert werden. Lesen Sie hier mehr zum
IEAK.
Der ISA Server
kann für die automatische Erkennung des ISA Servers für den Firewall- und
Webproxy Client konfiguriert werden.

Für weitere
Informationen rund um das Thema Automatische Erkennung, lesen Sie
folgenden
Artikel.
Firewall
Client Installation
Der Firewall
Client kann auf verschiedenen Arten installiert werden:
Händische
Installation
Die händische
Installation erfolgt durch manuelles Ausführen der FWC (Firewall Client)
Setup-Routine (SETUP.EXE).

Folgen Sie den Anweisungen des Setup Wizards.

Der Firewall
Client ist schnell installiert.

Angabe, ob der
ISA Computer händisch eingetragen werden soll oder ob der ISA ´Server Computer
automatisch ermittelt werden soll. Für die automatische Ermittlung sind
zusätzliche
Schritte erforderlich.

Installation über die Softwareverteilungsfunktion der Gruppenrichtlinien von
Windows 2000 / 2003
Sie können den
Firewall Client problemlos über die Softwareverteilungsfunktion der
Gruppenrichtlinien von Windows 2000/2003 verteilen. Microsoft liefert für die
Installation ein passendes MSI File mit. Kopieren Sie das Verzeichnis Clients
von der ISA CD in die Softwareverteilungsfreigabe. Für eine detaillierte
Beschreibung der Softwareverteilung, lesen Sie den Artikel Softwarezuweisung
unter HowTo auf der folgenden
Webseite.
Unbeaufsichtigte Installation über ein Skript
So führen Sie eine unbeaufsichtigte Firewallclientinstallation durch:
Geben Sie an der Eingabeaufforderung auf dem Firewallclientcomputer folgendes
ein:
Pfad\Setup /v"[SERVER_NAME_OR_IP=ISA_Servername] [ENABLE_AUTO_DETECT={1|0}] [REFRESH_WEB_PROXY={1|0}]
/qn"
Erklärung:
Pfad steht für den Pfad zu den freigegebenen ISA
Server-Clientinstallationsdateien. Diese Dateien befinden sich normalerweise auf
dem ISA Server-Computer in einem Ordner mit dem Freigabenamen ISA\MSPclnt.
ISA_Servername steht für den Namen des ISA Server-Computers, zu dem der
Firewallclient eine Verbindung herstellen soll.
Der Parameter ENABLE_AUTO_DETECT=1 gibt an, dass der Firewallclient automatisch
den ISA Server-Computer erkennt, über den Verbindungen hergestellt werden ist.
Der Parameter REFRESH_WEB_PROXY=1 gibt an, dass die Firewallclientkonfiguration
mit der Webproxykonfiguration aktualisiert werden soll, die auf dem ISA
Server-Computer definiert wurde.
Unbeaufsichtigte Deinstallation
Um eine unbeaufsichtigte Deinstallation durchzuführen, geben Sie an einer
Eingabeaufforderung folgendes ein:
MsiExec.exe /X {199B7F78-69B7-47C5-8D4B-A3ED1391FB6B} /qn
Um dieses Verfahren durchführen zu können, müssen Sie auf dem Clientcomputer
Mitglied der Gruppe Administratoren sein.
Erweiterte Firewallclienteinstellungen
Nach der Installation übernimmt die
Firewallclientsoftware die Einstellungen, die durch den ISA Server 2004-Computer
konfiguriert wurden, von dem aus die Firewallclientanwendung installiert wurde.
Durch diese Servereinstellungen werden unter anderem die automatische Webproxykonfiguration, der ISA Server-Name, die
automatische Erkennung von ISA
Server sowie andere Funktionen bestimmt.
Nachdem die Firewallclientsoftware
installiert ist, aktualisiert der ISA Server 2004 diese Clienteinstellungen bei jedem
Neustart eines Clientcomputers und alle sechs Stunden nach der ersten
Aktualisierung.
Zusätzlich zu diesen Einstellungen aktualisiert ISA Server den FW-Client regelmäßig
mit Informationen zu IP-Adressen, die der Client als lokale Adressen erkennen
soll.
Für die meisten Winsock-Anwendungen funktioniert die
Standardfirewall-Clientkonfiguration ohne jegliche zusätzliche Änderungen. In
einigen Fällen müssen Sie jedoch Clientkonfigurationsinformationen hinzufügen
(ein Beispiel hierfür ist Outlook).
Der Firewallclient kann für jeden Benutzer und für jeden Computer lokal auf dem
Firewallclientcomputer konfiguriert werden. Die Konfiguration erfolgt, indem
Änderungen an den INI-Dateien vorgenommen werden, die auf dem
Firewallclientcomputer installiert sind.
Sie können die Standardeinstellungen für alle Komponenten nach der Installation
ändern. Die neuen Konfigurationseinstellungen werden erst beim Aktualisieren der
Clientkonfiguration wirksam.
INI-Dateien
Die Konfigurationsdaten werden in mehreren Dateien gespeichert, die auf dem
Firewallclientcomputer installiert sind. Bei der Installation des
Firewallclients auf dem Computer werden im einzelnen folgende Dateien auf dem Firewallclientcomputer installiert:
-
Common.ini
-
Management.ini
-
Application.ini
Common.ini
In der Datei
COMMON.INI werden allgemeine Konfigurationen für alle Anwendungen festgelegt.
Beispiel für
den Inhalt dieser Datei
[Common]
ServerName=ISA2004 (gibt den ISA Server 2004 Computernamen an)
Disable=0 (gibt an, ob der ISA FW Client deaktiviert ist)
Autodetection=0 (gibt an, ob eine automatische Firewallerkennung aktiv ist)
Management.ini
Die Datei Management.ini
werden die Konfigurationseinstellungen für die Firewallclientverwaltung
festgelegt.
Beispiel für
den Inhalt dieser Datei
[TrayIcon]
TrayIconVisualState=1 (gibt an, ob das ISA FW Client Symbol in der Taskleiste
auftauchen soll)
Application.ini
Die Datei Application.ini
enthält Konfigurationseinstellungen für bestimmte Anwendungen.
Beispiel für
den Inhalt dieser Datei
[FW_Client_Proggi]
Disable=0 NameResolution=R LocalBindTcpPorts=4711 LocalBindUdpPorts=4711-4723, 7400-7460 RemoteBindTcpPorts=32 RemoteBindUdpPorts=3200-3250 ServerBindTcpPorts=200-400 ProxyBindIp=80:192.168.1.23 Persistent=1 ForceCredentials=1 NameResolutionForLocalHost=L
Diese Dateien werden auf Betriebssystemebene für alle am Computer angemeldeten
Benutzer erstellt und können für jeden einzelnen Benutzer auf dem Computer
erstellt werden. Die Einstellungen für einzelne Benutzer haben Vorrang gegenüber
den allgemeinen Konfigurationseinstellungen. Diese Dateien werden abhängig vom
Betriebssystem an verschiedenen Speicherorten erstellt. Bei Windows XP werden die Dateien in zwei Ordner kopiert:
\Dokumente und Einstellungen\All Users\\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Firewall
Client 2004
\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Firewall
Client 2004
Einstellungen
in der Datei Application.ini können auch zentral am ISA Server vorgenommen werden und gelten
dann für alle FW-Clients.
Starten Sie
dazu die ISA Server Verwaltungskonsole und navigieren Sie zu Konfiguration
- Allgemein - Firewallclienteinstellungen definieren und dann in
den Reiter Anwendungseinstellungen.

Beispiel
Outlook
In der
deutschen ISA Newsgroup gibt es häufiger Aússagen, dass Outlook bei aktiviertem
Firewall Client nicht richtig funktioniert. Schuld ist hier die Standard
Einstellung des ISA Servers für den FW Client, Outlook für die Verwendung über
die Firewall zu deaktivieren. Die Anwendung outlook hat per Default einen
Schlüssel Disable dessen Wert auf 1 gesetzt ist. Damit Outlook
über den ISA Server funktioniert, setzen Sie den Wert auf 0.

Weitere
Anwendungseintragseinstellungen sind:

Beschreibung der Einstellungen (aufbereitet aus der ISA
Server Onlinehilfe)
|
Eintrag |
Beschreibung |
|
ServerName |
Gibt den Namen des ISA
Server-Computers an, zu dem der Firewallclient eine Verbindung
herstellen soll |
|
Disable |
Mögliche Werte: 0 oder
1. Ist der Wert auf 1 eingestellt, wird die Firewallclientanwendung für
die betreffende Clientanwendung deaktiviert |
|
DisableEx |
Werte: 0 oder 1. Ist
der Wert auf 1 eingestellt, wird die Firewallclientanwendung für die
betreffende Clientanwendung deaktiviert. Dies betrifft ausschließlich
den Firewallclient für ISA Server 2004. Wenn diese Option aktiviert ist,
wird die Einstellung Disable außer Kraft gesetzt |
|
NameResolution |
Mögliche Werte: "L"
oder "R". Standardmäßig werden Domänennamen in dezimaler, durch Punkte
getrennter Schreibweise bzw. Internetdomänennamen zur Namensauflösung an
den ISA Server-Computer umgeleitet. Alle anderen Namen werden auf dem
lokalen Computer aufgelöst. Ist dieser Wert auf "R" eingestellt, werden
alle Namen zur Auflösung an den ISA Server-Computer umgeleitet ("Redirection").
Ist dieser Wert auf L eingestellt, werden alle Namen auf dem lokalen
Computer aufgelöst ("Local") |
|
LocalBindTcpPorts |
Gibt einen TCP-Port
(Transmission Control Protocol), eine TCP-Liste oder einen TCP-Bereich
mit lokaler Bindung an |
|
LocalBindUdpPorts |
Gibt einen UDP-Port
(User Datagram Protocol), eine UDP-Liste oder einen UDP-Bereich mit
lokaler Bindung an |
|
RemoteBindTcpPorts |
Gibt einen TCP-Port,
eine TCP-Liste oder einen TCP-Bereich mit Remotebindung an |
|
RemoteBindUdpPorts |
Gibt einen UDP-Port,
eine UDP--Liste oder einen UDP-Bereich mit Remotebindung an |
|
ServerBindTcpPorts |
Gibt einen TCP-Port,
eine TCP-Liste oder einen TCP-Bereich für alle Ports an, die mehr als
eine Verbindung annehmen sollen |
|
Persistent |
Mögliche Werte: 0 oder
1. Ist dieser Wert auf 1 eingestellt, kann ein bestimmter Serverstatus
auf dem ISA Server-Computer aufrecht erhalten werden, wenn ein Dienst
beendet und neu gestartet wird und der Server nicht antwortet. Der
Client sendet während einer aktiven Sitzung regelmäßig eine
Keep-Alive-Meldung an den Server. Antwortet der Server nicht, versucht
der Client beim Neustart des Servers, den Status der gebundenen und
abhörenden Sockets wieder herzustellen |
|
ForceCredentials |
(Kann nur am
Firewallclientcomputer eingestellt werden.) Wird verwendet, wenn ein
Windows-Dienst oder eine Windows-Serveranwendung als
Firewallclientanwendung ausgeführt wird. Ist dieser Wert auf 1
eingestellt, wird die Verwendung anderer Anmeldeinformationen für die
Benutzerauthentifizierung erzwungen. Diese Informationen sind lokal auf
dem Computer gespeichert, auf dem der Dienst ausgeführt wird. Die
Benutzeranmeldeinformationen werden auf dem Clientcomputer mit der
Anwendung Credtool.exe gespeichert, die zum Lieferumfang der
Firewallclientsoftware gehört. Die Benutzeranmeldeinformationen müssen
auf ein Benutzerkonto verweisen, das von ISA Server authentifiziert
werden kann. Dieses Konto kann sich auf dem ISA Server-Computer oder
einer für ISA Server vertrauenswürdigen Domäne befinden. Das
Benutzerkonto ist normalerweise so eingestellt, dass es nicht abläuft.
Andernfalls müssen die Benutzerinformationen jeweils vor Ablauf des
Kontos erneuert werden |
|
NameResolution
ForLocalHost |
Mögliche Werte sind "L"
(Standardeinstellung), "P" oder "E". Gibt an, wie der lokale
Computername (Client) beim Aufruf der API gethostbyname aufgelöst wird.
Der Computername LocalHost wird durch Aufruf der Winsock-API-Funktion
gethostbyname() unter Verwendung der Zeichenfolge LocalHost, einer
leeren Zeichenfolge oder eines NULL-Zeichenfolgenzeigers aufgelöst.
Winsock-Anwendungen rufen gethostbyname(LocalHost) auf, um ihre lokale
IP-Adresse zu suchen und an einen Internetserver zu senden.
Ist die Option auf "L" eingestellt, gibt gethostbyname() die IP-Adressen
des lokalen Hostcomputers zurück. Ist die Option auf "P" eingestellt,
gibt gethostbyname() die IP-Adressen des ISA Server-Computers zurück.
Ist die Option auf "E" eingestellt, gibt gethostbyname() nur die
externen IP-Adressen des ISA Server-Computers zurück – die IP-Adressen,
die sich nicht in der lokalen Adresstabelle befinden |
|
ControlChannel |
Mögliche Werte: "Wsp.udp"
oder "Wsp.tcp" (Standardeinstellung). Gibt den Wert des verwendeten
Steuerkanals an |
|
EnableRouteMode |
Mögliche Werte sind 0
und 1 (Standardeinstellung). Wenn EnableRouteMode auf 1 eingestellt und
ein Routeverhältnis zwischen dem Firewallclientcomputer und dem
angeforderten Ziel eingerichtet ist, wird die IP-Adresse des
Firewallclients als Quelladresse verwendet. Ist dieser Wert auf 0
eingestellt, wird die IP-Adresse des ISA Server-Computers verwendet.
Dieses Flag wird von älteren Versionen des Firewallclients nicht
unterstützt |
Reihenfolge
der Anwendung der Einstellungen
Die INI-Dateien im Ordner des Benutzers haben Vorrang.
Als Nächstes überprüft der Firewallclient den Inhalt des Ordners All Users. Alle
weiteren Konfigurationseinstellungen werden ggf. übernommen. Falls eine
festgelegte Konfigurationseinstellung zu den entsprechenden benutzerspezifischen
Einstellungen im Widerspruch steht, wird sie ignoriert.
Die Firewallclientanwendung erkennt den ISA Server-Computer, mit dem eine
Verbindung hergestellt werden soll, entsprechend den in der
Firewallclientverwaltung festgelegten Einstellungen.
Schließlich untersucht der Firewallclient die Einstellungen auf Serverebene.
Alle für ISA Server festgelegten Konfigurationseinstellungen werden übernommen.
Falls eine festgelegte Konfigurationseinstellung zu den entsprechenden benutzer-
oder computerspezifischen Einstellungen im Widerspruch steht, wird sie
ignoriert.
Lokale Adressen des Firewallclients
Standardmäßig betrachtet der Firewallclient
alle Adressen im Netzwerk, für die dieser Client konfiguriert ist, sowie die in
der lokalen Routingtabelle auf dem Firewallclientcomputer angegebenen Adressen
als lokale Adressen. Wenn beispielsweise der Firewallclient eine Verbindung zum
Netzwerkadapter für das interne Netzwerk herstellt, werden alle im internen
Netzwerk konfigurierten IP-Adressen als lokal angesehen. Bei jedem Versuch einer
Winsock-Anwendung auf dem betreffenden Client, eine Verbindung zu einer
IP-Adresse herzustellen, wird anhand der Datei Locallat.txt bestimmt, ob es sich
bei der IP-Adresse um eine Adresse im internen Netzwerk handelt. Falls die
Adresse als lokale Adresse angesehen wird, kommt es zu einer direkten
Verbindungsherstellung. Wenn die Adresse nicht als lokale Adresse gilt, wird die
Verbindung über den Microsoft-Firewalldienst auf ISA Server hergestellt.
LAT - Da
ist sie wieder (aber nur auf der Clientseite)
Eine lokale Version dieser Informationen kann ebenfalls erstellt werden.
Sie können mit Notepad eine benutzerdefinierte Datei für die lokale
Adresstabelle (LAT) eines Clients unter dem Namen Locallat.txt erstellen und im
Ordner \Dokumente und Einstellungen\All Users\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Firewall
Client 2004 auf dem Firewallclientcomputer speichern. Sie können weitere
IP-Adressbereiche hinzufügen, die der Client als Bestandteil des lokalen
Netzwerks erkennt. Der Client bestimmt anhand der eigenen Routingtabelle, der
serverspezifischen Einstellungen und der Datei Locallat.txt, welche IP-Adressen
zum lokalen Netzwerk gehören.
Beim Erstellen der Datei Locallat.txt geben Sie die IP-Adresspaare in die Datei
ein. Jedes Adresspaar definiert entweder einen IP-Adressbereich oder eine
einzelne IP-Adresse. Das folgende Beispiel zeigt eine Datei Locallat.txt mit
zwei Einträgen. Der erste Eintrag ist ein IP-Adressbereich und der zweite eine
einzelne IP-Adresse.
192.168.1.0
192.168.1.255 - gibt einen Netzwerkbereich an
192.168.1.18
192.168.1.18 - gibt eine IP-Adresse an.
Firewall
Clienteinstellungen
Nach erfolgter
Firewallclient-Installation, können Sie die Einstellungen des Firewall Clients
modifizieren.
Klicken Sie
dazu doppelt auf das ISA Icon im Tray.

Eine Übersicht über sämtliche
FW-Clientkonfigurationseinstellungen finden Sie in der Datei
C:\Programme\Microsoft Firewall Client 2004\ISAClient.htm

Wenn Sie
verhindern wollen, dass Benutzer den Firewall Client deaktivieren, entfernen Sie
sämtliche Benutzerberechtigungen auf die Datei COMMON.INI und geben Sie dem
Benutzer statt dessen nur Leseberechtigungen auf die Datei, damit der Benutzer
die Konfiguration lesen kann (System und Administratoren sollten natürlich
weiterhin Vollzugriff haben.
Im Reiter
Webbrowser können Sie festlegen, dass der Webbrowser auf dem Clientcomputer
automatisch so konfiguriert wird, dass er als Proxyserver den auf der Seite
Allgemein angegebenen ISA Server-Computer verwendet.

Verschlüsselte Firewallclientverbindungen
Der ISA Server
2004 FW-Client bietet die Möglichkeit, den Datenverkehr zwischen dem
Firewallclient und dem ISA Server zu verschlüsseln. Verwenden Sie frühere
Versionen der Firewallclientsoftware, so können diese FW-Clients eine Verbindung
zum ISA Server 2004 aufbauen wenn Sie in der ISA Verwaltungskonsole den Haken
bei Unverschlüsselte Firewallverbindungen zulassen setzen. Nach
Aktivierung dieser Funktion erfolgt die Kommunikation zwischen FW-Client und ISA
Server unverschlüsselt.

Stand:
Friday, 28. August 2009/MG.
http://www.it-training-grote.de
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