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Benutzerauthentifizierung bei ausgehenden Webanfragen
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
- Microsoft ISA Server 2000
In vielen verschiedenen Situationen ist es erforderlich, dass für ausgehende
Webanfragen (also Anfragen über http, https und ftp) eine Zugriffskontrolle auf
Benutzerebene erfolgen kann. Der ISA Server kann grundsätzlich bei allen
Zugriffsarten Regeln pro IP-Adresse oder pro Benutzer freigeben. Standardmäßig
ist keine Benutzerauthentifizierung aktiviert.
Benutzerauthentifizierung kann an mehreren Stellen verwendet werden. Sobald
der Firewallclient installiert
ist, können für alle nicht-Web-Protokolle benutzerabhängige Zulassungsregeln
erstellt werden. Somit kann z.B. erreicht werden, dass für Benutzer Cornelia von
jedem Rechner aus ausgehende SMTP Anfragen erlaubt sind. Ohne den Firewallclient
würde dies nur über
Clientadresssätze und somit nur basierend auf einer oder mehreren IP-Adresse
möglich sein.
Damit auch für die Webprotokolle http, https und ftp eine
Benutzerauthentifizierung möglich wird, muss der
Webproxyclient verwendet
werden. Sowohl der Firewallclient als auch der SecureNAT-Client scheitern am
HTTP Redirector. Zuvor muss natürlich der ISA
Server für die Benutzerauthentifizierung konfiguriert werden. Dies geschieht in
den Eigenschaften des Servers:

Nach einer Änderung am Webabhörer muss der Webproxydienst neu gestartet
werden; ein entsprechendes Hinweisfenster erscheint.
Im Idealfall war das alles, was konfiguriert werden muss. Nun kann in einer
Regel, die eines der Webprotokolle zulässt oder aber in einer Site- und
Inhaltsregel unter "Anwendung" die Regel auf Benutzer oder Gruppen eingeschränkt
werden.

Je nach vorhandener Netzwerkumgebung muss jedoch die
Authentifizierungsmethode angepasst werden. Dies ist zum Beispiel der Fall wenn
als Webbrowser nicht der Microsoft Internet Explorer (ab 5.x) verwendet wird.
Die anderen Browser unterstützen nämlich die Integrierte Authentifizierung
nicht.

Hier eine kurze Zusammenstellung der vier angebotenen
Authentifizierungsmethoden (Auszug aus der Online-Hilfe):
- Standardauthentifizierung
HTTP verwendet als Standardauthentifizierungsmethode die
Standardauthentifizierung. Die Standardauthentifizierung sendet und empfängt
Benutzerinformationen als leicht lesbare Textzeichen. Während Kennwörter und
Benutzernamen verschlüsselt werden, wird bei der Standardauthentifizierung
keine Verschlüsselung verwendet. Im Folgenden wird das
Authentifizierungsverfahren bei der Standardauthentifizierung beschrieben:
- Der Client fordert den Benutzer auf, Benutzername und
Kennwortinformationen einzugeben.
- Die Anmeldeinformationen werden anschließend vom Client
verschlüsselt und an den Server gesendet.
- Für den Benutzernamen wird das Vorhandensein eines Kontos auf dem
Microsoft Internet Security & Acceleration Server-Computer (ISA Server)
oder in einer vertrauten Domäne des ISA Servers überprüft.
- Digestauthentifizierung
Die Digestauthentifizierung bietet dieselben Funktionen wie die
Standardauthentifizierung, die Authentifizierungsinformationen werden jedoch
auf andere Weise übertragen. Die Authentifizierungsinformationen durchlaufen
einen Einwegprozess, der oft als Hashprozess bezeichnet wird. Das Ergebnis
dieses Prozesses wird Hashwert oder Nachrichten-Hash genannt. Es kann nicht
entschlüsselt werden, d. h. der ursprüngliche Text kann nicht aus dem
Hashwert entziffert werden.
Vor dem Hashprozess werden zusätzliche Informationen zum Kennwort
hinzugefügt, sodass niemand den Kennworthashwert erfassen und zur Nachahmung
des echten Benutzers verwenden kann. Es werden Werte hinzugefügt, die bei
der Identifizierung des Benutzers, des Computers und der dazugehörigen
Domäne helfen. Um zu verhindern, dass ein widerrufenes Kennwort verwendet
wird, wird hier eine Zeitmarkierung hinzugefügt. Dies ist ein deutlicher
Vorteil gegenüber der Standardauthentifizierung, da das Kennwort nicht
abgefangen und von einer unberechtigten Person verwendet werden kann.
Die Digestauthentifizierung kann nur in Windows 2000-Domänen verwendet
werden.
- Integrierte Windows-Authentifizierung
Die integrierte Windows-Authentifizierung ist eine sichere Form zur
Benutzerauthentifizierung, da der Benutzername und das Kennwort nicht über
das Netzwerk gesendet werden. Die integrierte Windows-Authentifizierung kann
entweder das Kerberos V5-Authentifizierungprotokoll oder das eigene
Herausforderung/Rückmeldung-Authentifizierungsprotokoll verwenden.
- Clientzertifikate und Serverzertifikate
Sie können die Secure Sockets Layer (SSL)-Sicherheitsfunktionen zur
Authentifizierung verwenden. Wenn ein Client ein Objekt von einem Server
anfordert, gibt es zwei Möglichkeiten zur Zertifizierung:
- Der Server authentifiziert sich selbst, indem er ein
Serverzertifikat an den Client sendet.
- Der Server fordert den Client auf, sich zu authentifizieren. In
diesem Fall muss der Client dem Server ein geeignetes Clientzertifikat
präsentieren.
SSL führt die Authentifizierung durch, indem während des Anmeldeprozesses
der Inhalt einer verschlüsselten digitalen Identifikation vom Webbrowser des
Benutzers überprüft wird. (Die Benutzer erhalten ihre Clientzertifikate von
einer externen Organisation, der beide vertrauen.) Die Serverzertifikate
enthalten identifizierende Informationen über den Server. In den
Clientzertifikaten sind normalerweise identifizierende Informationen über
den Benutzer und die Organisation, von der das Zertifikat ausgestellt wurde,
enthalten.
Stand:
Friday, 28. August 2009/DR.
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