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Der HTTP-Redirector Filter
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
- Microsoft ISA Server 2000
Der ISA-Server unterstützt drei Arten von
Clients:
- SecureNAT-Client
- Firewallclient
- Webproxyclient
Damit ein SecureNAT- oder Firewallclient ohne clientseitige Konfiguration
die Vorteile des ISA Web Proxy Dienstes nutzen kann, wurde der HTTP-Redirector
Filter implementiert. Die Funktionalität dieses Filters kann verändert werden in
dem man die Optionen des Anwendungsfilters aufruft:


Es stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- An lokalen Webproxydienst umleiten (Standard-Einstellung)
Wählen Sie diese Einstellung damit Firewall- und SecureNAT-Clients die
Vorteile des Webproxydienstes nutzen können. Dadurch werden alle HTTP/HTTPS/FTP-Anfragen
dieser Clients an den Webproxydienst weitergeleitet. Ein wesentliches Merkmal
des Webproxydienstes ist die Cache-Funktionalität. Beachten Sie, dass bei
dieser Einstellung keine Authentifizierungsinformationen der Clients an den
Webproxydienst weitergeleitet werden. Deshalb muss zur Nutzung eine
Protokollregel sowie eine Site- und Inhaltsregel existieren, die jeweils
anonymen Zugang zulassen. Andernfalls werden die Webanfragen abgewiesen; es
erscheint kein Authentifizierungsdialog.
Anfragen an angeforderten Webserver umleiten, wenn der lokale Dienst nicht
verfügbar ist bedeutet, dass bei Nicht-Verfügbarkeit des lokalen
Webproxydienstes die Web-Anfrage von Firewall- oder SecureNAT-Clients direkt
an den Zielserver geleitet werden. In diesem Fall steht keine
Cache-Funktionalität zur Verfügung.
- An angeforderten Webserver senden
Wenn diese Einstellung gewählt wird, werden die Anfragen von Firewall- und
SecureNAT-Clients grundsätzlich nicht an den Webproxydienst umgeleitet; es
steht daher auch keine Cache-Funktionalität zur Verfügung.
- HTTP-Anfragen von Firewall- und SecureNAT-Clients verwerfen
Bei dieser Einstellung werden sämtliche Webanfragen von Firewall- und
SecureNAT-Clients verworfen; selbst dann, wenn Site- und Inhalts- oder
Protokollregeln vorhanden sind, die den Zugriff erlauben. Damit diese Clients
dennoch Webanfragen stellen können, muss ihr Browser als Webproxyclient
konfiguriert werden.
Leitet der HTTP-Redirector eine Anfrage von einem Firewallclient an den
Webproxydienst, gehen die Authentifizierungsinformationen des Clients verloren.
Ist der HTTP-Redirector aktiviert und so konfiguriert, dass die Umleitung an den
Webproxydienst erfolgt, werden Anfragen von Firewallclients als
nicht-authentifiziert behandelt. Ist ein solcher nicht-authentifizierter Zugriff
nicht zugelassen, werden die Anfragen verworfen.
Aus diesem Grund müssen Site- und Inhaltsregeln sowie Protokollregeln
vorhanden sein, die Anonymen Zugang erlauben. Ansonsten werden Anfragen von
SecureNAT- und Firewallclients verworfen. Es wird auch keine
Authentifizierungsdialogbox erscheinen, um die Anmeldeinformationen einzugeben.
Wurde beispielsweise eine Regel konfigurieret, die allen Benutzern mit
Ausnahme der Gruppe "Empfang" den Zugriff auf das Internet gestattet wird und
fragt ein Mitglied dieser Gruppe, dessen Computer als Firewallclient
konfiguriert ist, ein HTTP-Objekt an, wird die Anfrage zugelassen. Regeln für
anonymen HTTP-Zugriff werden immer zuerst abgearbeitet.
Stand:
Friday, 28. August 2009/DR.
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