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Einrichten und konfigurieren von IP-PaketfilternDie Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
Die Paketfilterungsfunktion des ISA Servers ermöglicht die Steuerung des
Flusses von IP-Paketen von und zum ISA Server. Wenn die
Paketfilterung aktiviert wird,
werden alle Pakete auf der externen Schnittstelle verworfen, wenn sie nicht
ausdrücklich zugelassen werden. Die Zulassung kann entweder statisch, durch
IP-Paketfilter, oder dynamisch, durch Zugriffsrichtlinien oder
Veröffentlichungsregeln erfolgen. Auch wenn keine Paketfilterung aktiviert ist,
wird die Kommunikation zwischen dem lokalen Netzwerk und dem Internet nur
zugelassen, wenn ausdrücklich Regeln konfiguriert wurden, die den Zugriff
zulassen.
Mit IP-Paketfiltern können Pakete, die für bestimmte Computer im
Firmennetzwerk bestimmt sind, abgefangen und diese dann zugelassen oder gesperrt
werden. Sie können zwei Arten von statischen IP-Paketfiltern konfigurieren:
Zulassungsfilter und Sperrfilter. IP-Paketfilter werden anhand der folgenden Parameter definiert:
Im folgenden Beispiel wird ein IP Paketfilter erstellt, der es einer Mailanwendung auf dem ISA Server selber erlaubt, ausgehend per SMTP Mails zu versenden. Dies ist prinzipiell keine gute Idee, denn auf einer Firewall sollen keine Applikationen installiert sein. Aber beispielsweise wird dieser Filter beim SBS Server benötigt, damit der integrierte Exchange Server Mails versenden kann. Über die ISA Management Console -> Zugriffsrichtline gelangt man zu den IP-Paketfiltern. Dort einen neuen IP-Paketfilter erstellen: Es ist einfacher, wenn ein beschreibender Name für den Filter verwendet wird. Hier kann festgelegt werden, ob es ein Zulassungs- oder Sperrfilter wird. In diesem Beispiel soll Verkehr zugelassen werden. Da kein vordefinierter Filter existiert muss ein neuer benutzerdefinierter Filter erstellt werden. In der Auswahlbox ist zwar "SMTP" auswählbar, hier handelt es sich jedoch um einen eingehenden Filter. Unter "IP-Protokoll" stehen folgende Optionen zur Verfügung: Alle, ICMP, TCP, UDP oder Benutzerdefiniertes Protokoll. In diesem Beispiel soll eine TCP Kommunikation erlaubt werden, da das SMTP-Protokoll Port 25 TCP verwendet. Sofern "Benutzerdefiniertes Protokoll" ausgewählt wird, muss die Protokollnummer im Feld "Nummer" eingetragen werden. Als Richtung stehen folgende Optionen (in Abhängigkeit des verwendeten IP-Protokolls) zur Verfügung:
Das Feld "Lokaler Port" wird i.d.R. nur bei eingehenden Verbindungen benötigt und gibt an, für welchen Port der Filter aktiv sein soll. Zur Auswahl stehen "Alle Ports, Fester Port, Dynamisch". Bei einer eingehenden Verbindung ist hier der abzuhörende Port einzutragen. Das Feld "Remoteport" wird i.d.R. nur bei ausgehenden Verbindungen benötigt und gibt an, für welchen Port der Filter aktiv sein soll. Zur Auswahl stehen "Alle Ports, Fester Port, Dynamisch". Bei einer ausgehenden Verbindung wird hier der Port eingetragen, über den die Kommunikation mit dem Zielsystem erfolgen soll. Bei SMTP senden also Port 25. Auf der Assistenten-Seite "Lokaler Computer" wird die IP Adresse angegeben, über die die Verbindung ermöglicht werden soll. "Standard-IP-Adressen für jede externe Schnittstelle des ISA Server-Computers" bedeutet, dass die logisch erste eingetragene IP Adresse auf dem externen Interface verwendet wird. Bei ausgehenden Verbindungen ist zu beachten, dass der ISA Server prinzipiell ausgehende Verbindungen mit der ersten IP Adresse aufbaut. Hier kann angegeben werden, ob die "Gegenstelle" der Verbindung nur ein einziger Host sein darf oder ob eine Verbindung mit dem zugelassenen Port zu allen externen Computern hergestellt werden darf. Die Angabe eines IP Adressen Bereiches wird leider nicht unterstützt. Nach einem Zusammenfassungsfenster (-> ggfs. für Dokumentationszwecke nützlich!) ist der IP Paketfilter erstellt und aktiv. Wie bereits oben erwähnt können IP-Paketfilter auch als Sperrfilter konfiguriert werden. Dies wird in einem eigenen Artikel beschrieben.
Stand: Friday, 28. August 2009/DR. |
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